2025.08
Die Umwelt – eine gemeinsame Verantwortung
Unsere Umwelt steht vor vor der grossen Herausforderung, das sich aus dem sogenannten Ausschlussprinzip ergibt:
Viele natürliche Ressourcen - wie saubere Luft, Wasser oder Boden - lassen sich nur schwer oder gar nicht auf einzelne Nutzer beschränken.
Dieses Dilemma beschrieb Garrett Hardin 1968 in der „Tragödie der Allmende“. Er zeigt, dass jeder Einzelne den Anreiz hat, so viel wie möglich aus einer gemeinsamen Ressource zu schöpfen – sei es durch Emissionen, Wasserverbrauch oder Rohstoffnutzung etc..
Die Kosten dieser Übernutzung tragen wir alle gemeinsam, während Einzelne vom unmittelbaren Nutzen profitiert. Langfristig führt dieses Verhalten zu einer Überlastung der Umwelt, mit Schädigung der gesamten Gesellschaft.
Jedes Unternehmen steht in diesem Spannungsfeld. Wirtschaftliches Handeln bedeutet , Ressourcen effizient einzusetzen und die Kosten zu minimieren. Das ist im Interesse aller, heisst aber oft das:
- Emissionen / Abfälle zu wenig umweltgerecht entsorgt werden, wenn es keine Verpflichtungen dazu gibt
- Abwässer oder Schadstoffe unkontrolliert / zu wenig behandelt in die Umwelt gelangen
- das Gebäude nicht genügend isoliert werden, trotz hohen Heizkosten
- dem Stromverbrauch zu wenig Beachtung geschenkt wird etc.
Ohne klare Vorschriften und Kontrollen entsteht so eine „Tragödie der Umwelt / Allmende“: Die Umwelt wird überlastet, und langfristig leiden alle darunter.
Ein Umweltmanagementsystem wie ISO 14001 bietet einen strukturierten Weg, dieses Dilemma zu durchbrechen und zu einem Wettbwerbsvorteil zu transformieren.
Die Vorteile:
- Umweltwirkungen werden erkannt (IST)
- klare Regeln & nachhaltiges Handeln werden in den Alltag integriert
- nachaltiges Denken / Mitdenken wird gefördert
- das Unternehmen kann seine soziale Verantwortung wahrnehmen und diese nach aussen kommunizieren
- die Konsequenzen sind ein nachhaltiges Image, zufriedenere und mehr Kunden (SOLL)
Wenn Sie mehr über die Einführung / Weiterentwicklung von ISO 14001 erfahren möchten, unterstütze ich Sie gerne. Kontaktieren Sie mich für ein unverbindliches Erstgespräch – ich freue mich auf den Austausch.
2025.08
ISO 14001:2026 - die neue Norm
Die neue Revision beinhaltet Anpassungen und strategische Weiterentwicklungen, damit ein Unternehmen sich stärker auf die aktuellen ökologischen, regulatorischen und gesellschaftlichen Anforderungen ausrichten kann.
1. Erweiterte Berücksichtigung von Umwelt- und Klimarisiken
Der Klimawandel ist keine abstrakte Bedrohung mehr – er ist Realität. Dieser Risikoansatz wird verstärkt. Nicht nur die direkten Umweltauswirkungen werden betrachtet, sondern auch der Klimawandel. Es geht über die Unternehmensgrenzen hinaus. Dies umfasst:
- die Bewertung von Klimarisiken in der gesamten Wertschöpfungskette
- die Anpassung der Unternehmensstrategie an den Klimawandel
- die Implementierung & Kommunikation von Massnahmen zur CO2-Reduktion und Energieeffizienz
2. Stärkere Fokussierung auf die Zusammenarbeit mit Stakeholdern
Es wird vom Unternehmen erwartet, dass die Umweltziele und -massnahmen transparent, in enger Abstimmung mit den relevanten Interessengruppen (Stakeholdern) definiert wird.
Diese Zusammenarbeit stärkt das Vertrauen in das Unternehmen und fördert die Akzeptanz von umweltfreundlichen Massnahmen.
3. Integration von digitalen Tools und Innovationen
Unternehmen sollen digitale Tools nutzen, um ihre Umweltleistung in Echtzeit zu überwachen, Daten auszuwerten und effizientere Prozesse zu implementieren.
4. Stärkere Einbindung von Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element der Unternehmensstrategie. In der ISO 14001:2026 wird noch stärker betont, dass Umweltmanagement nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern Teil der gesamtunternehmerischen Strategie sein muss.
Umweltziele sollen in die Unternehmensvision und -ziele integriert werden.
5. Kontinuierliche Verbesserung und Innovation im Umweltmanagement
Die Grundidee der ISO 14001 bleibt unverändert: kontinuierliche Verbesserung.
Es wird erwartet, dass Unternehmen nicht nur bestehende Prozesse optimieren, sondern auch innovative Ansätze entwickeln, um den ökologischen Fussabdruck weiter zu reduzieren.
Ich helfen Ihnen gerne das neue ISO 14001:2026 umzusetzen. Es ist mehr als nur eine Zertifizierung (das ist ein Blatt Papier) – es ist ein wirksames Werkzeug, um Ressourcen zu sparen, Kunden zu binden und Ihr Unternehmen nachhaltig / postiv zu stärken.
2025.07
Nachhaltigkeit + Führung, funktioniert dies?
Nachhaltigkeit nachvollziehbar und ehrlich gelebt, erhöht die Glaubwürdigkeit des Unternehmen und fördert gleichzeitig Innovation und eine positive Kultur. Die Basis sind Vertrauen, Transparent und Einbindung aller Stakeholder, ganz besonders die Mitarbeiter und Kunden.
Welche Erwartungen der Anspruchsgruppen beinhaltet dies?
- verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen
- Führung als Dienstleistung verstehen
- Vertrauen, Transparenz + Austausch als Instrument um Nachhaltigkeitslücken aufzudecken
- Resultate / Ziele nachvollziehbar und verständlich kommunizieren
- jeder im Unternehmen muss Nachhaltigkeit erklären können und die Resultate / Ziele des Unternehmens kennen
Vorgehen, wenn man sich hinsichtlich Nachhaltigkeit verbessern möchte?
- Standortbestimmung, wo steht mein Unternehmen
- Orientierung an den SDG (Sustainable Developpement Goals der UNO)
- das Resultat, der IST-Zustand, ist die Basis für die Ziele und Massnahmen, welche umsetzbar und messbar sein sollen
- Mitarbeiter müssen regelmässig eingebunden werden, die Zusammenarbeit und kritisches Denken sollen gefördert werden
- sinnorientiert handeln und den Purpose über kurzfristige Interessen stellen
Wenn Sie wissen möchten, wo Ihr Unternehmen steht und wie Sie Nachhaltigkeit / ISO 14001 strategisch und wirksam im Alltag verankern, sprechen Sie mich an, ich freue mich.
2025.07
Intangible Werte + ISO 14001 als Erfolgsfaktor
Umweltmanagement + Umweltkommunikation sind intangible Vermögenswerte (nicht-physische Wirtschaftsgüter), die der Kunde nicht erkennen kann, ohne Kommunikation. Heutzutage bewirken diese Werte oft mehr als 50% des Marktwertes eines Unternehmens. Das Ergebnis ist Reputation, welches nachweislich Kaufbereitschaft und Loyalität fördert.
Nachhaltigkeit und ESG-Kommunikation (Environmental, Social, Governance) sind solche Instrumente zur Stärkung des Unternehmensimages. Organisationen, die ökologische und soziale Verantwortung glaubwürdig leben und offen kommunizieren, gewinnen das Vertrauen der Gesellschaft und erhalten so ihre „License to operate“ – die gesellschaftliche Daseinsberechtigung.
Ein offener Dialog mit Anspruchsgruppen schafft systematische Feedback-Schleifen – von Kundenbewertungen bis zu Mitarbeiterumfragen. Dies ermöglicht sichtbares Reagieren, was wiederum Professionalität und Wertschätzung signalisiert. Rückmeldungen werden zu einer wertvollen Ressource, um interne Prozesse und externe Wirkung kontinuierlich zu verbessern.
Berichte zu Nachhaltigkeitszielen, Aktivitäten, aber auch Fragen zu Problemen helfen Glaubwürdigkeit und Bindung zu generieren. Ethisches und regelkonformes Handeln auf allen Ebenen sind Grundvoraussetzungen, um das wichtige Vertrauenskapital aufzubauen.
Fragen Sie die Kunden und Mitarbeiter, messen Sie deren Zufriedenheit und Loyalität mit Kennzahlen, wie dem Net Promoter Score (NPS). So erhalten Sie konkrete Hinweise auf Stärken und Potenziale – und es öffnen sich neue Perspektiven.
Studie: Approaching the Future 2024
https://www.corporateexcellence.org/en/approaching-the-future
2025.06
Nachhaltigkeit - was ist das?
Nachhaltigkeit: Dreidimensional denken, ganzheitlich handeln
Nachhaltigkeit ist mehr als ein Modewort – diese beschreibt den integrativen Ansatz, der unser wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln miteinander verknüpft. Nur wenn die Wechselwirkungen und Beziehungen zwischen diesen drei Dimensionen erkannt werden, ist es langfristig möglich tragfähige Lösungen entwickeln.
Die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales
Oft werden Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft als getrennte Bereiche betrachtet. Doch in Realität sind diese eng miteinander verflochten. Eine nachhaltige Entwicklung gelingt nur, wenn alle drei Bereiche gleichwertig berücksichtigt werden. Ökonomie, Ökologie und Soziales stehen dabei nicht in Konkurrenz, sondern bilden gemeinsam die Grundlage für echte Wertschöpfung und zukunftsfähige Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit (Müller-Christ, 2020, S. 42 f.).
Fazit:
Nachhaltigkeit fordert uns heraus, ganzheitlich zu denken und über den Tellerrand zu schauen. Wir müssen wirtschaftlichen Erfolg, Umweltschutz und gesellschaftliches Wohlergehen als untrennbare Einheit zu begreifen.
2025.06
UNO - Agenda 2030
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte im Rahmen der Agenda 2030:
„Wir könnten die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen – und die letzte, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten.“
Im September 2015 verabschiedete die UNO die 17 ambitionierten Sustainable Development Goals (SDGs) mit einer Laufzeit bis 2030.
Diese globalen Ziele bilden eine klare Roadmap für nachhaltige Entwicklung – und fordern Staaten, Unternehmen und die Zivilgesellschaft auf, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen ihres Handelns zu reduzieren.
Weiterführender Link: https://sdgs.un.org/goals